Zu jeder Jahreszeit verreisen Menschen in alle Herren Länder, geschäftlich wie privat. Damit die Reise zu einem unbeschwerten Aufenthalt im Gastland wird, sollte die Reise gründlich und sorgfältig vorbereitet werden. Das gilt vor allem für jenen Bereich, bei welchem gerne der Sparstift angesetzt wird: der Gesundheit.
Schmerztabletten gegen Kopf- und Zahnschmerzen sollten in der Reiseapotheke ebenso wenig fehlen wie Kondome. Sexuelle Kontakte sind auf Reisen besonders häufig. Gerade im Urlaub, wo man endlich Zeit für sich selber hat und seine Sorgen zu Hause lässt, ist ein netter Urlaubsflirt eine willkommene Abwechslung. Dem ist auch nichts einzuwenden, sofern man bei seinem Urlaubsflirt die gewohnten Sicherheitsvorkehrungen beibehält. Denn Infektionskrankheiten wie HIV kennen keinen Urlaub – ein Umstand, der gerne ignoriert wird.
Ein Urlaubsflirt ist schnell passiert. Die warme Sonne, die frische Meeresbrise und der besonders süß schmeckende Cocktail an der Strandbar gaukeln so manchem Reisenden das Idyll vom Paradies vor. Die Wahrheit sieht jedoch meist viel anders aus. In vielen sogenannten exotischen Ländern ist die Bevölkerung über HIV und AIDS oft kaum oder nur sehr schlecht aufgeklärt. Hier Verantwortung zu erwarten ist der falsche Weg. Stattdessen sollte man die Verantwortung selbst in die Hand nehmen und im Interesse seiner eigenen Gesundheit entsprechend handeln. Auch wenn die Verlockungen noch so groß sind, in keinem Fall sollte man beim Thema Gesundheit einem faulen Kompromiss schließen.
Eine Infektion mit HIV muss jedoch nicht ausschließlich auf sexuelle Kontakte beruhen. Eine Infektion kann auch über Bluttransfusionen oder mit gebrauchten Injektionsnadeln erfolgen. Diesem Risiko lässt sich ebenfalls vorbeugen. Wer seine Reiseapotheke mit ungebrauchten Injektionsnadeln aus der Apotheke versieht, hat im Notfall vor Ort nichts zu befürchten. Die Bitte an den Arzt, die mitgebrachten Injektionsnadeln zu verwenden, wird in der Regel kaum abgelehnt. Bei Bluttransfusionen sind die Möglichkeiten der Vermeidung einer Infektion deutlich geringer. Hier schützt einzig die Vermeidung von gefährlichen Situationen.